Sich verbiegen als Alte Seele? Geht gar nicht!

Geht das: Sich verbiegen als Alte Seele? Menschen, die Alte Seelen oder Reife Seelen sind, passen oft nicht wirklich rein. Sie sind merkwürdig tiefsinnig, sind gern allein, sind oft anstrengend komplex und nerven mit dem ganzen Psycho-Scheiß. Wenn man das Unverständnis oder die Ablehnung seiner Mitmenschen nicht mehr erträgt, fängt man an, sich zu verbiegen und verbirgt den ganzen Seelenkram.

Dazu zu stehen, eine ältere Seele zu sein, ist nicht leicht

Wenn wir uns verbiegen als Alte Seele, macht es uns krank.
Wenn wir authentisch werden, bekommt wir die Wucht der Ablehnung zu spüren.
Und doch kann es nur vorwärts gehen: authentisch werden als Alte Seele in einer Jung-Seelen-Gesellschaft – na klasse! 😉

Dazu zu stehen, eine ältere Seele zu sein, ist nicht leicht, okay. Nicht jeder weiß das von sich. Und die, die es wissen, verzichten darauf, darüber zu reden.
Schade.
 
Denn eine ältere Seele zu sein ist auch so lustvoll, so intensiv, so brillant im Inneren.
 
Ich möchte das nicht missen.
Und du?

Mein Impuls der Woche: sich verbiegen als Alte Seele

“Die Gedanken, die ich habe … darüber kann ich mit niemanden reden, da ist man ja gleich so ein Eso-Freak.”

so etwas höre ich oft. Und auch das hat mich sehr berührt:

“Ich fühle mich immer einsamer und als ob ich ein Auto besäße und noch keinen Führerschein dafür hätte. Ich brauche das Auto zum Fahren und weiss nicht wie es funktioniert.”

Was denkst du, zwei verschiedene Sachen?

Ich denke: nein.

Die Gründe liegen für mich beide Male darin, dass wir lernen, wie wir sein sollen. Wie andere uns haben wollen. Dass wir lernen, wie wir funktionieren sollen. Dass wir lernen, was “geht” und was “unnormal” ist. Und auch wenn ich mich wiederhole: Das, was “Mainstream” ist (egal in welcher Generation derzeit in Deutschland) ist das Gedankengut und die Meinung von Jungen Seelen. Und die sind so genau richtig.

ABER für Reife Seelen wird das schwierig, weil es kaum passt. Wir Reifen Seelen brauchen in vielen Dingen etwas Anderes.

ABER für Alte Seelen wird das nicht nur schwierig, sondern zunehmend unerfüllbar. Sie brauchen etwas ganz anderes.

Für beide Gruppen gilt: “Unseres” muss nicht Mainstream werden. Wir beeinflussen durch unser Denken und unsere Art, uns zu leben.

Uns authentisch zu leben.

DAS verändert die Welt. Das verändert langsam, unmerklich auch die Jungen Seelen. Und die machen dann daraus (irgendwann mal) den neuen Mainstream daraus. Gut so.

Gleichzeitig verstoßen wir – wenn wir authentisch werden – gegen gesellschaftliche Normen. Gegen unsere eigenen Vorstellungen von uns.
Gegen die Erwartungen unserer Lieblingsmenschen.

Irgendwie scheinen wir es schlecht hinzubekommen, dass wir den anderen erfreuen und er zufrieden mit uns ist

Bestenfalls ist er irritiert über unsere Gedanken, Äußerungen, Bedürfnisse, Wünsche, Verhalten … schlechtenenfalls droht uns Liebesentzug oder wir halten die Enttäuschung des anderen nicht aus.

Lösung?
Verbiegen!

Und das, liebe Alte Seelen, ist für euch nach und nach vorbei. Je älter das Alt, desto mehr macht euch das krank, schwach, müde, leer, einsam, inspirationslos. 🥵
Das ist ja gerade die Lernaufgabe der Alten Seele.
Ich achte euch dafür.

Wir, liebe Reife Seelen, haben zwar noch etwas mehr Spielraum, aber auch wir knabbern gewaltig daran, dass wir zu den Jungen Seelen nicht mehr dazugehören … egal, wie sehr wir uns verbiegen. Und deutlich gesagt: Das Verbiegen kriegen wir anscheinend etwas besser hin als Alte Seelen, aber für uns ist es genauso toxisch.

Toxisch! 🤬

Und wenn wir den Großteil unseres Lebens versuchen, jemand anderer zu sein, na klar wissen wir dann erst mal nicht, wer wir wirklich sind. Ich wusste es jedenfalls lange Zeit nicht.

Und klar kann sich das so anfühlen wie ein Auto da stehen zu haben – schick, ein Flitzer, bringt uns überall hin – aber wir haben keine Ahnung, wie es bedient wird und keinen Führerschein – und das steht das schicke Teil und rührt sich nicht.

Wir erkennen immer öfter: Das Verbiegen und Anpassen ist Verschwendung

Mein Impuls für diese Woche ist: Hör auf dich zu verbiegen.

Spiele damit, ganz du zu sein.
Teste aus, was du alles sein „darfst“.
Experimentiere, welcher „Seelen-Look“ dich wirklich ausmacht.
Hab Spaß beim Kennenlernen, wer du wirklich bist!

Sich verbiegen als Alte Seele – DESHALB wirst du abgelehnt

UND JETZT WILL ICH DIR NOCH EIN GEHEIMNIS VERRATEN. Ein Geheimnis, das keines ist: Jeder Mensch merkt SOFORT – bewusst oder unbewusst, egal – jeder merkt, wenn man unecht ist und sich verbiegt.
Und reagiert darauf.
Immer.

Euer/unser Umfeld reagiert nicht negativ darauf, dass wir anders sind.
Unser Umfeld reagiert negativ darauf, dass wir unehrlich sind und uns verstellen, dass wir uns verleugnen, dass wir uns verstellen, dass wir uns verbiegen. 😡

Wenn DU mit dem, was DICH ausmacht, im Reinen bist, wird dein Umfeld das irgendwie “achselzuckend” HINNEHMEN.
Hinnehmen.

Sie werden es vielleicht nicht verstehen.
Sie werden es für sich selbst nicht habenwollen.
Sie werden dir sogar Ausnahmen erlauben und Zugeständnisse geben, die sonst nicht gehen – und es wird sich für sie “richtig” anfühlen, ohne dass sie es sich erklären können … wenn … wenn du aufhörst dich zu verbiegen und wenn du stattdessen endlich ECHT wirst.

ECHT DU

Und weil ich weiß, dass das flinker geschrieben als gemacht ist, wünsche ich uns dabei viel Mut, Klarheit, Selbstwertgefühl, Humor und Ausdauer. Denn klar kriegen wir das alle hin, dass wir unsers leben.

Und wie wäre es, wenn du all das gar nicht allein machen müsstest?

Sondern gemeinsam mit anderen – und keine Sorge: so, wie du es brauchst und wann du es haben willst. Meine Idee dazu ist: Wenn du an dir arbeiten willst, also Selbstcoaching machen willst, ist doch das Angebot für ein monatliches Gruppencoaching passend. Dann muckelst du wieder allein. Oder holst die Meinung und Austausch von Menschen, die mehr so sind wie du und weniger so sind wie dein Umfeld.

Und du denkst und analysierst nicht nur, das ist das Metier der Jungen Seelen. Auf dich wartet echte Transformation. Weil du mit deinem Unterbewusstsein zusammenarbeitest. Ich zeige dir, wie. Weil du mit deiner Seele zusammenarbeitest – ich zeige dir wie.

💓 Verrätst du mir, wie du das machst? Denn du hast sicher schon klar für dich: Verbiegen macht es nur noch schlimmer. Anpassen bis zur Unsichtbarkeit funktioniert nicht.

Rücksichtsloser Egotrip geht übrigens für Ältere Seelen meist nicht mehr.

💓Wie klappt es bei dir mit deinen inneren Entfaltungswünschen und dem, wie du “sein solltest”? Wie kriegst du das hin? Denn gehen tut es ja. Das zeigen wir jeden Tag. Und wir werden immer besser 💓

 

LG, Wera
Expertin für das Seelenbewusstsein

4 Comments

  • Mario

    Reply Reply 10.09.2019

    Wera Nägler, ist das ihr letztes Reif 7 Leben beziehungsweise ist das nächste Leben bereits Alt 1?

    Was mich angeht, ich habe das Gefühl, je älter ich physisch werde, desto mehr habe ich das Bedürfnis näher mit meiner Seelenfamilie im bewussten Kontakt zu kommen, während die biologische Familie immer mehr im Hintergrund gerät. Bin momentan 25 Jahre alt und Seelenalter Alt 2.
    Denn ich fühle mit anderen Menschen einsam, während in der Abgeschiedenheit und Stille ein pures Genuss ist. Wahrscheinlich bin ich zumindest unbewusst in Kontakt mit meiner Seelenfamilie. Oder anders ausgedrückt, mit unserer Seelenfamilie sind wir immer verbunden, ob wir es bemerken oder nicht.

    • Wera Nägler

      Reply Reply 11.09.2019

      Hallo Mario,
      spannende Frage, danke, sie kam für mich zu einem guten Zeitpunkt. 🙂 Ja, das ist als Reif 7 meine letzte Runde. Jedenfalls bin ich sehr dankbar und versuche sehr bewusst zu genießen, dass ich am ernten bin, das kam mir in meiner ersten Lebenshälfte (ich bin jetzt 58) überhaupt nicht so vor, da war alles irgendwie Kampf.
      Zu deiner Beschreibung: Das ist auch meine Wahrnehmung, dass wir uns auch im Tageszustand sehr gut für den Kontakt mit der Seelenfamilie öffnen können. Ich mache das ja mittlerweile auch mit meinen Gruppen und die erleben das als sehr bereichernd. Einige bemerken, dass ihnen das ohne mich nicht ganz so gut gelingt, es nicht so eindeutig, so intensiv ist. Aber dafür in ich ja Priesterseele, um die “Leitung nach oben” zu halten ;-).
      Ich glaube, dass unsere Seelenfamilie uns Kraft gibt und dass unsere biologische Familie uns durch Triggern und Herausforderungen beim Wachsen und Entwickeln hilft. Letzteres ist eher der “undankbare” Job 😉 oder was meinst du/wie sehr ihr das? LG, Wera

      • Mario

        Reply Reply 11.09.2019

        Was meine Familie angeht, bin ich sehr dankbar, dass sie mich unterstützen, denn eine alte Gelehrtenseele wie ich wirken manchmal zu theoretisch und weltfremd. Ich komme ohne die Hilfe anderer oft nicht heraus.

        Gelehrten sind nicht gerade medial veranlagt, sondern aufgrund der Neutralität recht solide und halten physisch zumindest in jüngeren Seelenalter recht viel aus, wenn auch nicht so sehr wie ein König oder gar ein Krieger in der Seelenrolle. Eine Gelehrtenseele ist nicht gleich Bücherwurm, aber ich gehöre dazu. Daher schaue ich oft hier rein, weil ich ihr Wissen interessant und toll finde.

        • Wera Nägler

          Reply Reply 14.09.2019

          Hallo Mario, Gelehrtenseele, wie schön. 1/3 meiner Seelenfamilie sind Gelehrte und ich habe gefühlt die ersten 30 Jahre die Gelehrtenenergie gelebt statt meiner Priesterenergie (die hat das dann aber mit einem Paukenschlag geändert). Deshalb “kann ich Gelehrtenenergie” sehr gut 😉

          Du hast ja als Alt 2 sowieso die Künstlerenergie in deiner Matrix und bist dir bewusst, dass du diese Verbindung zur Seelenfamilie hast. Frag doch in “befreundeten” Seelenfamilie nach, ob dir ab und zu mal die Künstlerenergie zur Verfügung gestellt werden kann, wenn sie nicht in deiner Seelenfamilie enthalten ist. Für konkrete Situationen oder Herausforderungen. Dass sie ein wenig “mitmischen”. Das kann sehr belebend für Gelehrtenseelen sein. LG, Wera

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